Eindrucksvolle, fachübergreifende Zusammenarbeit

Text und Fotos von J. George

Um das aktuelle dritte Lehrjahr der Dachdeckerausbildung am OSZ I – Technik Potsdam zum Abschluss zu bringen, haben sich die Lehrer Herr Jentzsch und Herr George etwas ganz besonderes einfallen lassen.
Es sollten „eingebundene Biberschwanzziegelkehlen“ im Maßstab 1:3 hergestellt werden (eine meisterlich schöne Art und Weise, vertikal verlaufende Innenknicke zwischen zwei Dachflächen mit dem „Biberschwanzziegel“ zu decken).

Hierfür schlossen sich die Kollegen Jentzsch und George (Dachdeckerbereich) mit den Kollegen Kujas und Dr. Lange (Holzbereich) und den Kollegen Berg und Sander (Malerbereich) zusammen. Die Dachdecker bekamen prompt und problemlos fleißigste Unterstützung, um ihr Anliegen in die Tat umzusetzen.

Der Holzbereich stellte die Tragkonstruktion und alle anderen Holzteile her. Speziell die Ziegel sind hier ein absolutes Highlight: in zehntelmillimetergenauer Präzision fräste die CNC-Maschine unter dem Input der Profis die Holzziegel im Maßstab 1:3 aus.

Die Schülerinnen des Malerbereichs, Lea Sommerfeld, Alina Lottermoser, Leyla Leuthold und Emily Lemke begannen kurz danach mit der Farbgebung der Ziegel. Highlight hier: vier unterschiedliche Rottöne sollten für eine Art „Herbstlaub-Optik“ sorgen und die gelben Ziegel sollten später als sogenannte „Ausspitzer“ dienen, anhand derer die jeweilige Kehlbreite bestimmt werden kann.

Der Dachdeckerbereich, vertreten durch die Lehrlinge Adrian Schlede, Marlon Renner, Matthis Thomas und Lucas Kuska, latteten die Modelle selbst ein und deckten vollflächig einmal eine 2-Ziegel-Breite, und einmal eine 3-Ziegel-Breite und eine eingebundene Biberschwanzziegelkehle.
Na, können Sie den jeweiligen Namen dem jeweiligen Modell zuordnen?

Die fertigen Modelle.

Diese Modelle werden über ihre Herstellungszeit hinaus noch viel Anschauungsmaterial bieten.

Einen besonderen Dank senden Jentzsch/George an die Kollegen Herrn Kujas, Herrn Dr. Lange, Frau Berg und Herrn Sander sowie an die Abteilungsleitung Herrn Lauckner, durch deren Unterstützung dieses Projekt auf noblesse Weise geglückt ist. In diesem Sinne einen guten Lehrjahrsabschluss und hoch die Dachdeckerkunst!