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Schulkino im Filmmuseum

Schulkino im Filmmuseum – „Pre Crime“
von Moritz Fährmann (Einzelhändler – EK15b)

Am 22.01.2018 sind wir, die EK 15b zusammen mit der EK 15a, in das Filmmuseum gegangen, um den Dokumentarfilm „Pre Crime“ anzuschauen. Der Titel klang für das Erste schon mal nicht schlecht, obwohl ich Actionfilme oft besser finde. Doch als die Doku begann, wurde ich sofort von diesem Matrix-Feeling gepackt. So geheimnisvoll und aufdeckend zugleich und an manchen Stellen war ich nahezu auch geschockt, was die Technik dem Staat ermöglichen kann bzw. ermöglichen wird. In dem Film ging es vor allem um Gewalt- und allgemeine Verbrechen und Personen die auf eine sogenannte Head-List gesetzt werden. Nicht nur Menschen die ein Verbrechen begangen haben, kommen auf diese Liste, sondern auch Personen, die nichts mit dem Verbrechen zu tun haben, aber mit den kriminellen Personen Kontakt haben oder hatten. Das ganze System soll der Sicherheit der Bevölkerung dienen, doch dass die Menschen durch diese Technik beschattet, deren Daten verkauft werden und unschuldige Personen ins Gefängnis kommen können, daran denkt der Staat anscheinend nicht wirklich. Wir werden sehen, wohin uns das System eines Tages führen wird.

Schülermeinungen zum Film (Schülerberichten entnommen):
von: Dwayne Bensch, Pia Döring, Isabella Eckmann, Rodriges Lingner Justine Pintar, Johannes Preis, Fabian Rittmüller, Christopher Stephan

„Der Film ist gut gefilmt und produziert für jedermann. Durch reale Geschichten, kann man sich gut in die Situation hineinversetzen und sich Gedanken darüber machen: Was wäre, wenn? Diesen Doku-Film kann ich jedem empfehlen und wenn er im Free-TV raus ist, schaue ich mir das nochmal an.“

„Zu allererst gab es eine spannende Einführung von einer sehr netten Mitarbeiterin. (…) Zum Schluss gab es noch eine Abschlussdiskussion.“

„Der Film war sehr interessant, aber es war sehr schwierig, die ganze Zeit mit Untertiteln zu lesen.“

„Ich finde Sicherheit ist ein großer Faktor in der heutigen Zeit, aber bei Überwachung und Eintragung in eine sogenannte Heat-List hört der gute Wille auf. (…) Es werden Zukunft und Glaubwürdigkeit des jeweiligen in Frage gestellt, nur wegen eines Algorithmus. Alles in Allem bin ich kein Befürworter der Technik.“

„Die Behandlung des Themas der technischen Überwachung trifft genau den Nerv der Zeit, in der wir uns befinden und spricht ein wichtiges Thema an. Für die Darstellung der Überwachung und der daraus gewonnenen Daten wurde ein bereits vorhandenes Videospiel ´Watch Dogs´ verwendet, was für mich ein wenig zu abgekupfert wirkte. Auch erschloss sich für mich nicht der Sinn, wieso eines der Opfer dieser Überwachung eben dieses Spiel auf seinem Laptop ´spielt´. Ansonsten war der Film aber technisch und menschlich interessant und beleuchtet gut beide Seiten der Medaille.“

„Ich schließe mich gerne den Mitbürgern an, die mehr Sicherheit an öffentlichen Plätzen oder auf großen Veranstaltungen verlangen, aber an jeder Ecke der Stadt eine Kamera mit Gesichtsscanner zu sehen, das geht zu weit. Im Großen und Ganzen hat der Film seinen Zweck erfüllt und zum Nachdenken angeregt.“

„Frage: Wie groß wäre Ihnen die Sicherheit, wenn Sie davon etwas von Ihrer Freiheit aufgeben müssten?“
„Ein sehr interessanter Film, welcher die Realität nahebringt, in der wir uns alle mit der vorhandenen Technik befinden. Sehr empfehlenswert!“